Dieses Projekt war ein großes mediales Ereignis: Jonas umrundete als erster Mensch die Erde in einem Triathlon. Die Reise dauerte 429 Tage und machte ihn weltweit berühmt. Insbesondere in Mexiko wurde er während seines Laufs als deutscher „Forest Gump“ zum Star. Zurück in Deutschland war ihm die mediale Aufmerksamkeit über die Fahrrad- und Triathlon-Bubble hinaus sicher. Während der Pandemie hatten sich wenige Abenteurer in die Welt hinaus getraut.
Die Fakten:
- Von München bis München
- Vom 26. September 2020 bis zum 30. November 2021 (14 Monate)
- Etwa 455 Kilometer Schwimmen in 54 Tagen; 21.000 Kilometer Radfahren in 259 Tagen; 5.060 Kilometer Laufen in 117 Tagen (insgesamt 430 Tage)
- Unterwegs auf einem Gravelbike von Curve mit SHIMANO GRX (mechanisch)
- Damit ist Jonas der erste Mensch, der einen mehrfachen Triathlon um die Welt absolviert hat – Einen Rekord stellte er auch mit der längsten Schwimmstrecke ohne Begleitboot auf
Herausforderungen, Erlebnisse und Anekdoten:
Dies war das ultimative Projekt, das ihn über Ozeane und Kontinente führte. Jonas Deichmann würde monatelang an der Adria-Küste entlangschwimmen, gegen die bittere Kälte des sibirischen Winters radeln und schließlich mit Amerika einen ganzen Kontinent durchqueren.
Die größte Hürde am Beginn der Tour war die globale Corona-Pandemie, die oft zu Grenzschließungen und Routenänderungen führte. Die Ungewissheit, ob er das Projekt überhaupt beenden könne, war neben der körperlichen Qual auch eine mentale Herausforderung. In der Türkei war er zu einer mehrwöchigen Zwangspause verdammt, da es keine Möglichkeit gab, nach Russland einzureisen.
Wegen des sibirischen Winters fuhr er auf seinem Titan-Gravelbike von Curve eine mechanische GRX-Schaltung. Dieser sibirische Winter bei bis zu -40 °C war trotz robusten Materials eine Herausforderung, die zu der Anekdote führt, dass Jonas jeden Tag auf seine Kette urinieren musste, um die Schaltung wieder aufzutauen. Alle paar Minuten musste er durchschalten, um erneutes Einfrieren zu verhindern.
Da die USA Jonas wegen der Pandemie verwehrt blieb, wich Jonas für die Laufstrecke nach Mexiko aus. Dies entpuppte sich als Glücksfall: 130 Kilometer begleitete ihn die Straßenhündin „La Coqueta“. In der Sierra Madre liefen tausende Menschen mit, Mariachi-Bands motivierten ihn, eine Polizeieskorte begleitete ihn, ein einbeiniger Ex-Fußballer lief 18 Kilometer lang mit und Jonas wurde als „Forrest Gump von Mexiko“ bekannt. Das Bild von Jonas mit seinem Bart und der roten Kappe wurde zur Ikone.
Zurück in Deutschland explodierte die Resonanz: Sein Buch über den Triathlon um die Welt verkaufte sich fast hunderttausend Mal, erschien monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste, eine Netflix-Dokumentation folgte, und Jonas wurde in Talkshows eingeladen.
2022 benötigte Jonas Deichmann Zeit für Vorträge, mediale Arbeit und für Regeneration.