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Das Gravel Weekend in Tukums (Lettland)

Am 8. August 2026 stand für mich ein ganz besonderes Rennen an: das Gravel Weekend im lettischen Tukums, rund 60 Kilometer westlich von Riga und nur 15 Kilometer von der Ostseeküste entfernt. Das Event ist Teil der UCI Gravel World Series und war das erste UCI Gravel Rennen überhaupt in Lettland. Was einmal als kleine Ausfahrt unter Freunden begann, hat sich mittlerweile zu einem waschechten Festival aus Rennen, Musik und Community entwickelt, wobei der sportliche Wettkampf mit den Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt ist.

 

Gefahren wurden rund 140 Kilometer durch welliges Gelände. Die Region ist geprägt von schnellen, gut befahrbaren Gravelabschnitten, kurzen knackigen Rampen und einem Streckenbild, das ständig zwischen schmalen Waldwegen, breiteren Gravelstraßen und alten Asphaltabschnitten wechselt.

Lettland als Inbegriff des Gravel

Angereist bin ich gemeinsam mit einem Kumpel, einfach weil Lettland ein wunderschönes Land ist und dieses Rennen schon lange auf meiner Liste stand. Für mich ist dieses Event der Inbegriff von Gravel. Wir sind zum Großteil auf echten Gravelstraßen gefahren, also auf Straßen, die tatsächlich auch von Autos genutzt werden, und nicht nur auf schmalen Wegen, die man notdürftig als Gravel bezeichnet.

 

Besseren Gravel als im Baltikum gibt es meiner Erfahrung nach kaum. Das Baltikum ist zum Graveln einfach überragend, und Tukums hat das noch einmal eindrucksvoll bestätigt.

Mein Material furs Gravel Weekend

Auch in Tukums bin ich mit meinem Ridley Astr RS an den Start gegangen, ausgestattet mit einer 1x Shimano GRX Schaltung (10 bis 51 Kassette) und einem 52er Kettenblatt vorne.

Erfolgreicher Rennverlauf auf 140 Kilometern

In Tukums sind alle Age Groups zusammen gestartet. Das Rennen lief von Anfang an super. Ich war von den ersten Kilometern an immer unter den Top 10 unterwegs und hatte während des gesamten Rennens immer den Überblick über das Geschehen.

 

Bereits nach rund 30 Kilometern setzte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe ab, in der ich von Anfang an dabei war und den Hauptteil der Arbeit übernahm. Bis ins Ziel schmolz diese Gruppe auf nur noch vier Fahrer zusammen. Unterwegs konnten wir sogar mehr als die Hälfte des Elitefeldes einholen, das eine Minute vor uns gestartet war, ein deutliches Zeichen dafür, wie hoch das Niveau vorne im Rennen war.

 

Am Ende entschied sich alles im Sprint, den ich für mich gewinnen konnte. Meine Wattwerte an diesem Tag waren die besten, die ich je gefahren bin. Die Anpassungen im Training haben sich ausgezahlt, vor allem auf den kurzen, rollenden Wellen der Strecke lief es für mich außergewöhnlich gut.

 

Am Ende konnte ich das Rennen für mich entscheiden und die Altersklasse 19 bis 34 gewinnen und somit meinen ersten UCI Gravel World Series Sieg einfahren. 

Mein erster Sieg motiviert für mehr…

Dieser Sieg ist für mich ein echter Meilenstein und gleichzeitig der Auslöser, künftig öfter ins Baltikum zu fahren. Zwischen der Landschaft, der Streckenqualität und der Atmosphäre in Tukums hat einfach alles gepasst.

 

Für mich steht schon jetzt fest: Das Baltikum wird auf meinem Rennkalender bleiben, und ich freue mich darauf, mit der Qualifikation für Welt und Europameisterschaft die nächsten Ziele der Saison anzugehen.