Mit normalen Schuhen und Plattformpedalen kann man nur nach unten treten. Aber auf dem Weg des Pedals nach oben findet keine Kraftübertragung statt. Das heißt: ganz grob vom tiefsten bis zum höchsten Punkt des Pedals, also fast die Hälfte der Zeit, wird nichts dazu beigetragen, vorwärts zu kommen. Das lässt sich ganz leicht testen, wenn man mal mit Turnschuhen versucht, nur mit einem Bein Fahrrad zu fahren. Mäh.
Mit Cleats bekommt man einen runderen Tritt und damit eine konstantere Kraftübertragung und Belastung. Selbst wenn man nicht trainiert: auch ein Sonntagsfahrer wie ich profitiert von einem runden Tritt. Weil er eine viel lückenlosere Kraftübertragung ermöglicht. 360° versus 180°! Und das bedeutet: Kraftersparnis!
Dazu gibt es sogar wissenschaftliche Studien: Ein Outdoor-Sprinttest ergab, dass Klickpedale in Kombination mit Radschuhen die maximale Sprintleistung im Schnitt um 16,6% gegenüber Flatpedal Schuhen steigerten.
Dafür brauche ich persönlich keine Wissenschaft. Jedes Mal, wenn ich ohne Klickschuhe auf dem Rad sitze, merke ich, wie anstrengend das ist! Das war bei mir am Anfang nämlich ein Trugschluss, dass ich dachte: Cleats sind ja nur was für Blutschwitzer. Aber gerade Leute, die noch nicht so viel Power in den Waden haben, profitieren enorm davon, weil die Kraft effizienter übertragen wird.
Mit normalen Schuhen wechselt man außerdem bei der Belastung ständig vom linken aufs rechte Bein und von Vollgas zu Pause – und wieder zurück. Das mögen Muskeln nicht so gern. Und sie werden schneller müde.
An steilen Stellen, vor allem mit losem Untergrund, komme ich durch das Ziehen außerdem eher nach oben. Mit Klickpedalen schaffe ich Passagen, bei denen ich früher immer absteigen musste.